Zeitrelationen

Vom Einfluß der Gestirne

R. Kaltenböck-Karow, Autor 08. 02. 2015

(aus Index – verbotene Bücher – und sitzen zur Rechten Gottes)

Der Einfluß der Beobachtung der Gestirne, der Sonnenbewegung, der damit verbundenen Ankündigung von Jahreszeiten uvm. hatte auf der einen Seite direkten Einfluß auf die religiös-geistige Entwicklung des Menschen und seiner Ausformung von Stammes- über Dorfstrukturen bis hin zur Gründung von Zivilisationsgemeinschaften. Was sich übergreifend in allen Kulturen und Menschengemeinschaften rund um den Globus in Fragmenten, Symbolen, Zeichnungen uvm. manifestiert, die erstaunliche Parallelitäten aufweisen. Und darauf hindeuten, das eben die Bobachtung und Ausdeutung von Sternenkonstellationen, der Wanderung der Tierkreissymbole und vermeintlichen Sternenwanderungen, wie auch des Sonnenzyklus, unbestreitbaren und bestimmenden Einfluß auf die Entwicklung der Menschheit belegt.

Foto: NASA-Archiv

Der Einteilung des Weltenjahres in zwölf Abschnitte liegt offenbar das Schema des Tages- und Jahreslaufs zugrunde, was weiter zu dem Analogieschluß geführt haben dürfte, daß mit einem neuen Weltenjahr bzw. dem Wechsel seiner Abschnitte oder Äone, ähnliche, nur noch viel gewaltigere Veränderungen, Erneuerungen und Wiederholungen als mit den Tages- und Jahresabschnitten verbunden sein müßten. Solche Glaubensvorstellungen offenbaren auch zahlreiche Symbole. So erhebt sich zum Beispiel die Sonne zwischen Nordafrika zwischen den Hörnern des „Widders“, wogegen das Sinnbild des mit ihr auferstandenen (Licht-) Gottes vor dem Widder steht.

In dem schönen, instruktiven ägyptischen Bildwerken steht ein Stellvertreter Gottes auf Erden zu sehen, der Pharao, im Schutze des Widders. Mit dem Aufgang der Sonne zur Osterzeit im Sternenbild des Widders begann damals für die gesamte Menschheit ein neuer Äon und mit ihm eine neuer Aufstieg. Die Symbole des neuen Sternenbildes variieren: Babylon setzte dem „Widder“ einen oben gespaltenen und nach beiden Seiten symmetrisch umgebogenen, mit einem viel älteren Entfaltungssymbol identischen Staat auf´s Haupt – ein Symbol, das bis auf den heutigen Tag das astronomische Zeichen für das Sternbild des Widders geblieben ist.

Das bedeutet nicht unbedingt, daß der „Widder“ wie einst der „Stier“ und später die „Fische“ bzw. ihr nahen kultur- und religionsgeschichtlichen Umbrüche unmittelbar ausgelöst haben müssten; viel wahrscheinlicher ist, daß solche Ereignisse – wenn auch vielleicht nicht ausschließlich – eine Folge der Hoffnung und der Sehnsucht auf eine glücklichere Zeit und auch des Glaubens an die erneuernde Kraft der Äone waren: und der Glaube kann ja bekanntlich „Berge versetzen“. Kosmogonisch gesehen, stützt er sich, wie die spätere christliche Eschatologie auf die rhythmische Wiederkehr aller Natur- und Lebensvorgänge, die ja nun einmal das A und das O jeder kosmischen fundieren Religion oder Weltanschauung sind. Im Unterbewusstsein oder als sagenhafte Belieferung mag man vielleicht auch die schicksalhaften Veränderungen gekannt haben, von denen einst Zentral- und Vorderasien, wie überhaupt der ganze Vordere Orient als Folge jener postglazialen Klimaschwankungen betroffen worden waren. Unwahrscheinlicher dürfte sein, daß der damalige Orient die auch noch zweifelhaften und bezweifelten Zusammenhänge der Weltenjahre mit den größeren Zyklen der Glazial- bzw. Pluvialperioden und deren Zwischenperioden gekannt haben sollte. – Auch werden anfänglich wohl kaum sichere Daten für den Eintritt der Sonne in ein neues Tierkreisbild bekannt geworden sind. Denn diesen Sternbildern fehlen hierfür nötige Festpunkte. So wird die Festsetzung bestimmter Daten, wie die Rechnung nach Äonen überhaupt, vielleicht erst wieder babylonisch sein.

So sehen wir es bei den Urkulturvölkern im Gesamtdiluvium als eine Folge verschieden langer, kalter und warmer, feuchter und trockener Zeitalter der nördlich gemäßigten bzw. der äquatorialen Zone dar. Die Folgezeit, das Postglazial, in dem wir seit 10.000 Jahren vor unseren +-0 noch heute leben, und die vielleicht auch nur eine Zwischeneiszeit sein mag, hat noch bei weitem nicht die Länge der kürzesten der früheren Zwischeneiszeiten erreicht. Beziehungen zu dem großen Sonnenzyklus von 25.800 Jahren, dem „Weltenjahr“ lagen nahe, aber sie bestätigen sich bis jetzt nicht. Jedenfalls bestimmen aber gesetzmäßige Zyklen die Entwicklung den Ablauf des irdischen Lebens. Dem wiederholten rigorosen Klimawechsel müssen entsprechende Verlagerungen aller Lebensformen in andere Zonen gefolgt sein, aber ein anschauliches Bild der damit verbundenen Urkultur- und Völkerwanderungen vermögen wir uns nicht zu machen. Doch kann nirgends in der Welt eine kontinuierliche Kultur-Entwicklungsfolge an gleichem Ort von Anbeginn vor sich gegangen sein. So sind denn auch Reste gleicher oder ähnlicher Menschenrassen an voneinander an weit entfernten Orten gefunden worden.

Dennoch tauchen in Abständen, eben auch auf der Grundbeobachtungen der hier vergleichenden weltumspannenden Symbole und Gegebenheiten menschlicher Entwicklungen, in Schüben Begebenheiten mit Wissensbringern aus dem All auf, die speziell unter den Menschen, in den uralten Zivilisationskristallisationspunkten kultureller, zivilisatorischer Entwicklung, eben Ihre Spuren hinterließen. In vielerlei Form. Siehe die Überlieferungen der Hopi-Indianer, der Sprach- und Bildsymbole z.B. im Tempel von Theben und vieler anderer Hinweise.

Ein anderer Schub von Hinweisen findet sich in versunkenen Städten oder auf Bergen, wo eben Fundamente und Reste künstlicher Bearbeitung und architektonischer Gestaltung zu finden sind, die meist vor der Sintflut liegen, die eben nur diesen Schluß zulassen. Es gab Kulturen und Einflüsse von Menschenarten, die nichts mit dem heutigen Menschen gemein hatten resp. es sich um Stätten handelte, die so weit in die Zeit zurückreichen, das die Zusammenhänge sonstiger Art von Götterwesen, die die Erde besuchten und hier koloniale Heimstatt nahmen, eben doch ein realen Hintergrund haben. So finden wir in der Hochebene von Bolivien zivilisierte Spuren von künstlichen Steinplatten oder Fundamenten in einer Größe und einem Gewicht, was wir heutigen technischen Menschen noch nicht bewegen und bearbeiten können. Unsere Steinzeitvorfahren wohl erst recht nicht. Aber Ihre Überlieferungen eben dieser Vorfahren sprechen von Göttern, die eben genau dieses alles bewegt haben sollen, denen gehuldigt und geopfert wurde. So als Überlieferung gewissermaßen des Filmtitels „der Kontakt“

Man könnte die Kulturkreise der Urkultur geographisch gliedern in:

Die zentrale Urkultur, im zentralen Gürtel der Alten Welt bestehend, und die asiatischen und afrikanischen Pygmäen und die asiatischen Pygmoiden, –, die zweifellos auch historisch einmal miteinander verbunden waren.

Die nördliche Urkultur, den äußersten Nordrand Ostasiens mit dem der Maidu-Gruppe in Nordzentralkalifornien und der Gruppe der Alt-Korjaken und den jetzt im nördlichen Amerika lebenden Rentier-Eskimos umfassend. Dieser Kulturkreis steht sicher in historischer Verbindung mit dem folgenden.

Der nordamerikanische Urkulturkreis, bestehend aus der Yuki- und der Maidu-Gruppe in Nordzentralkalifornien und der Gruppe der Alt-Algon-Kin, zwei Gruppen, die früher auch geographisch miteinander verbunden waren.

Die südlichen Urkulturen in den äußersten Südgebieten der drei Kontinente Afrika, Amerika und Australien. Diese drei Kulturen hängen historisch offensichtlich nicht unmittelbar zusammen. Die südafrikanische Urkultur der Alt-Buschmänner hat vielmehr historische Beziehungen zur zentralen Urkultur afrikanischer Pygmäen. Von der dritten, der südostaustralischen Urkultur der Kurnai-Kulin, können wir derzeit nur vermuten, daß sie ihre Ausgangsbasis in einer prähistorischen südostasiatischen Urkultur hat . Jüngste genetische wie Menschensiedlungefunde wie Knochenfunde menschlicher Reste lassen darauf schließen, der der Südamerikanische Kontinent sehr wohl nicht nur über die Nordanbindung erfolgte, sondern eben auch von der asiatischen Seite her und so eben aus unterschiedlichen Bevölkerungslinien und Arten, sich besiedelte.

Es zeigt sich zunehmend, einmal in den Linien, begründet in der Genforschung, wie der Artefakte und Archäologie, jedoch auch durch geografische Fortschritte der Forschung, das auch hier die Geschichte der Menschheit, wie des Planeten generell, wohl umgeschrieben werden muß. Es schließt sich langsam auch in der Schulwissenschaft der Kreis der Erkenntnis, daß die Geschichte des Planeten und seiner Zivilisationsentwicklung in Art, Alter und Geschehnis, wohl neu geschrieben werden muß.

Am überraschendsten sind die religiösen Anschauungen der Urkulturvölker, die mit den kosmischen Erscheinungsbildern nur in einem losen, mit den Spurenbildern der Sonne aber in gar keinem Zusammenhang zu stehen scheinen. Alles, was von diesen oben behandelt wurde, dürfte also zu anderen Völkern, insbesondere zu den aus Asien ausgewanderten Jungpaläothikern gehören, über deren heimatliche Lebensverhältnisse und Urkultur wir jedoch so gut wie gar nicht unterrichtet sind. Die Urkulturvölker sollen an ein göttliches höchstes Wesen, das die monogame Ehe, die Sitte und die gesellschaftliche Ordnung bestimmt hat, glauben. Bei nordamerikanischen Indianerstämmen heißt dieses Wesen der „große Geist“; am weitesten sei aber in diesen ältesten Religionen der Name „Vater“ verbreitet.

Der Name „Vater“ ist in allen größeren Gruppen der Urkultur verbreitet; bei den Samojeden, in Nordzentralkalifornien, in fast allen Teilgebieten der Algonkin, bei den Yamana-Feuerländern, durchgängig bei den Südostaustraliern, bei den Ituri-Pygmäen und in einem Teil der Buschmänner.

Er heißt auch „unser Vater“ oder Vater im Himmel, Vater Aller, Vater des Lebens, Schöpfer und Herr. Eine Reihe von Völkern sei er allgegenwärtig, anderen allwissend. Trotzdem sei er aber weder sichtbar noch hörbar, also ein geistiges Wesen, das nicht als Mensch, wohl aber bisweilen in „heller, lichter, leuchtender, selbst feuriger Gestalt“ geschaut werden kann und nach einer australischen Mythe auf dem Gipfel eines Berges wohnt.

Hier liegen also doch bereits Zusammenhänge mit kosmischen Vorgängen und Erscheinungsbildern vor. Sonne und Mond bleiben aber Boten, die dem All- und Vatergotte über die Vorgänge auf der Erde zu berichten haben. Das deutet darauf hin, daß die Urerfahrung der sogenannten Urmenschen in den beschriebenen Zeiten der Äonen, zwar sehr wohl relativ gleichzeitig auf der Erde Verbreitung bezeugen, jedoch über die Eigenbeobachtung der Sonne und Sterne als Lenker und Beinflusser ihres Lebens, das eben den Zyklus des Lebens in den Jahrzeiten bestimmt, eine Komponente von Gottwesen neben sich stellte, das eben dieser erdgebundenen Erfahrung, vorangestellt wurde. Eben wegen des so gewaltigen Erlebnisses, das es sich in allen Teilen der Welt als Urerfahrung eingrub und in nun vernebelter Form der Legendenbildung resp. in Glaubensbeschreibung zivilisatorischer Lenkungsart der Entwicklung der Menschheit, vorangestellt bekamen und über die Jahrtausende bis heute, bezeugt.

Es ist an der heutigen Zeit der Erkenntnis von Raum und Zeit, wie der Quantenphysik und der 11-Dimensionalität des Seins, diese alten Urüberlieferungen und Urerfahrungen zu sortieren und zu übersetzen. Eben mit dem Ansatz heutigen Wissens.

Der Schöpfer, der im Himmel, im Weltall allgegenwärtig ist, dessen Sinnesorgane Sonne, Mond und Sterne sind und der durch sie, besonders aber durch die Sonne, zugleich das Leben auch auf der Erde beherrscht, ist natürlich eine kosmisch-geistige Macht. Ihrem Wirken durch die Sonne entspricht das Hinwenden des Gesichtes neugeborener Knaben unter Gebeten zur Sonne, wie es von den Gabun-Pygmäen berichtet wird.

Oder sollte hier nicht doch bereits die Sonne als ein besonderes Wesen, d.h. als Sonnengottheit empfunden worden sein? Jedenfalls mußte, nachdem einmal die Erde, die Gestirne und der Mensch geschaffen waren, die Sonne im Vordergrund des menschlichen Interesses stehen. Mag ein unsichtbarer, hier und in der Endlosigkeit allgegenwärtiger und allmächtiger, aber gerade dieser Eigenschaften wegen auch völlig unbegreiflicher Vatergott das All beherrschen, die sichtbare, um die Erde kreisende Sonne beherrschte das Leben der Erde doch tatsächlich in allen seinen Formen.

„Als (nach einer Mythe der Jualeai-Australier) der Schöpfergott Bayamani die Erde verlassen hatte, um im Himmel, dem weitentfernten Land der Ruhe, jenseits des Gipfels des Ubi-Gebirges, zu wohnen, da verwelkten und vergingen alle Blumen, die auf den Ebenen und Bergrücken der Erde und auf den Bäumen wuchsen“

Mag die Sonne also schon am Beginne menschlichen Begreifens in merkwürdiger Übereinstimmung mit der wirklichen kosmischen Entwicklung als Emanation des All- oder Vatergottes empfunden worden sein, zur Sonne oder dem Sonnengott schallen bald in erster Linie Gebete und Rauch und sonstige Opfergaben. So sind es auch nahe liegende menschliche Anliegen, menschliche Fragen, die das Höchste Wesen zu vermenschlichen drohen. Aber die Menschen der Urkultur erliegen dieser Gefahr nicht – „ihre Religion ist nicht nur in ihrem Glauben, sondern auch in ihrem Kult bildlos geblieben“ Allerdings läßt die Bezeichnung „Vater“ die Möglichkeit des späteren Aufkommens einer solchen Gefahr zu, doch ist eine gleichnishafte Bezeichnung oder ein Name noch keine direkte Ursache abwegiger Vorstellungen. Denn Namen sind ja doch auch nur Symbole. Und es scheint kein Grund zu der Annahme vorzuliegen, daß jene Namen, die die Urkulturvölker den kosmischen, unvorstellbaren Mächten gaben, oder die geometrischen Symbole der Jungpaläolithiker, z.B. von den Naturvölkern insgesamt je anders als symbol- oder gleichnishaft gemeint waren. Erst die ihre speziellen Götter als Machtmittel benutzenden geistlichen oder weltlichen Herrschaften dürften zu der irdisch-wesenhaften Umbildung der Symbole, übergegangen sein.

Und spätestens an dieser späteren Entwicklungsstufe paaren sich diese Entwicklungen mit wahrscheinlichen wirklichen Gegebenheiten, die über die reine Beobachtung von Sonne und Sonnenlauf etc. einhergehen. Denn urplötzlich macht die Entwicklung der Menschen ein Sprung. Einen Sprung im Zusammenhang mit dem „Übervater“ dem „Sonnengott“ der aus dem Himmel zu den Menschen herabstieg, den Wissensbringern, den Lehrmeistern, den Göttern in ihren „fliegenden Kisten“ und vieles mehr, das die Naturreligionen in der Weise veränderte, das eben sich ganz klar Führerschaften, Göttersöhne und Lenker mit Lenkungsanspruch aufgrund ihrer gottgleichen Herkunft, unter den Menschengebilden und Ihrer Frühgemeinden und Städte, bis hin zu den ersten Reichsbildungen, herausbildeten. Besonders gut dokumentiert in der Chronologie der Bibel mit Ihren Altersangaben von Lebenszeiten einzelner genannter Personen, die aus der Herkunft der Götterverwandtschaft stammen und nicht irdischer bekannter Natur entsprechen und nichts Vergleichbares ausweisen.

Advertisements
This entry was posted in Uncategorized. Bookmark the permalink.

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s