Europa – Ende oder Neuanfang……?

Mentor und Vorbild – Prof. Mario Albertini

31. 10. 2017

http://weltraum.plexum.eu/index.php/allgemeines?view=form&layout=edit&a_id=688&catid=2&return=aHR0cDovL3dlbHRyYXVtLnBsZXh1bS5ldS9pbmRleC5waHAvYWxsZ2VtZWluZXMvNjg4LWV1cm9wYS1lbmRlLW9kZXItbmV1YW5mYW5n

 

ein Friedensbeitrag, zusammengestellt von R. Kaltenböck-Karow, Autor

Mein politisches Testament, das ich hiermit zu Lebenszeiten veröffentliche und schreibe, geht vornehmlich zum besseren Verständnis ihres unverstandenen Vaters an die eigene Familie. Denn ich bin aus Allem heraus. Der Hintergrund liegt in der Tatsache begründet, als das meine Kinder im öffentlichen Dienst der BRD stehen und deren Darstellungen von Historie, Begründung wie Istzustand als weitestgehend richtig ansehen. Meine gegenteiligen Auffassungen jedoch die Gefahr von Karriereende und Sippenhaft in sich bergen.

Meine differenzierteren Auffassungen, die sich im Wesentlichen aus den Auffassungen von Prof. Mario Albertine, Francesco Rossollilo, Prof. Sergie Pistone etc. herleiten lasssen, haben mich schon als jungen Mann in eine natürliche Opposition zur BRD gebracht. So ist mein Vortrag vor einer europäischen Versammlung in der HK von Turin Anfang 1970 außer bei den Deutschen, allgemein gut angekommen, wo ich die Thesse vertrat, bevor es eine Deutsche Wiedervereinigung geben solle, müsse Europa geeint werden, da sich dann die Deutsche Frage im europäischen Kontext, ohne Jemanden erneut auf die Füße zu treten, regeln ließe.

Über Umwege ist die Entwicklung auch fast so geworden. Nur zwischenzeitlich hat sich im Gegensatz zu den Ideen der Europabewegung von Prof. Mario Albertini wie seiner Mitstreiter, zu den ich mich zählen darf, Europa anders entwickelt. Und leider nicht zum Vorteil. Der Nationalstaat mit seinen nationalstaatlichen Parteiengebilden haben die Führung für Europa übrnommen, was immer wieder zu Verwerfungen, Rückschritten und Fehlentwicklungen führte.

Die Übernahme dieser Führungen resultieren im Wesentlichen aus der NATO-Gründung, mit der der wirkliche Sieger über die westliche wie des alten britischen Empires, das nicht von Russland besetzte Europa unter seine Kontrolle brachte. Diese Kontrolle erfolgt bis heute im Wesentlichen über Italien als Militärschwerpunkt der US-Amerikansichen Armee und über die BRD als Vassall amerikanischer Interessen mit der Genehmiung auf Wohlstand. Die damit durch die beiden Blöcke gewährleistete Freiheit bestand eigentlich nur aus der Freiheit zu arbeiten, Geld verdienen, wirtschaftlicher Entwicklung zur Finanzierung der US-Amerikanischen Militärpräsenz in Europa. Erst als die BRD unerwartet schnell und Nachhaltig die immer bekämpfte Wirtschaftsführung in Europa erneut übernahm, wurden Strategien aus dem angelsächsischen Finanzhoheitsbereich entwickelt, das Restdeutschland in der Weise auszusaugen, als das die Bürgeer es selbst nicht wahrnehmen und es als gegeben ansehen, für die Welt als Wiedergutmachungsvorbild zu wirken.

Diese Umerziehung wie Zielstrategie zeigt sich im Ergebnis dieser Tage deutlicher denn je. Die erneute, zumindest wirtschaftliche Vorherrschaft in Zentraleuropa seitens der Deutschen wird nun vehement niedergerungen durch Umvolkung mit allen Folgen eines wirtschaftlichen Niederganges. Denn die Freiheit für die wirtschaftliche Entwicklung ist entfallen, da der Ostblock sich aufgelöst hat. Aus dieser Situation ist die Gefahr erwachsen, das sich ein zu starkes und freies Deutschland, Russland zu wenden könnte. Und nur mit Deutschland an der Seite Russlands wird Europa so stark, das die Führungsrolle der USA in den Grundfesten erschüttert würde.

Das gilt es derzeit zu verhindern und speziell die deustchen Politikvasallen, aus welchen inneren, persönlichen Gründen auch immer, spielen dieses Spiel in Perfektion mit. Die hierfür nötige Grundlage einer Neuausrichtung von Ideologie, die im Kern ein reines Wirtschaftsmodell verkörpert, kommen aus den USA und sind von diversen, ohne es zu begreifen, Linksströmungen in den Nationalstaaten Europas übernommen worden wie sie kultiviert werden.

Da diese Strömungen den Deutschen zu Eigen nun wieder einmal ins unermeßliche gesteigert erscheinen, erleben wir den Niedergang der Europaidee wie der damit verbundenen Notwendigkeiten wie der Hintertreibung dieser Entwicklungen durch die Führungskräfte in der inzwischen geschaffenen Europainstitution selbst. Von der sozialistischen Umgestaltung selbst der konservativen Kräfte durch eine ehemaligen Kaderkomunisten erster Güte, die zur Kanzlerin dieser BRD avanciert ist, was man historisch als Sündenfall bezeichnen muß, einmal ganz abzusehen.

Hier hat sich eine Gemengelage unterschiedlicher Ausgangspositionen ergeben, die Alles daran setzen, Europa auf Jahre zu neutralisieren, wie die Schaffensfähigkeiten der Deutschen in Europa, auszulöschen. Die politische Zielsetzung ist schon angesprochen. Letztendlich geht es darum, Russland über Europa zu schwächen bis hin ebenfalls zu neutralisieren oder zu vernichten. Denn Eurasien ist zu reich an Rohstoffen, als das man es den Russen überlassen könne. So Aussagen führender US-Politiker.

Und als Nebenentwicklung geht die richtige Geisteshaltung wie -Entwicklung der Europabewegung wie Ausgestaltung durch Prof. Mario Albertine, in die “Grütt”. Die Chance für Europa, hier Friedensvorbild und – Macht zu werden wie ein historsichen Neuanfang für die Welt zu bewirken, ist damit neutralisiert wie verhindert.

Deshalb hoffe ich hiermit, noch einmal einige freie Köpfe zu erreichen, die die ganze Komplexidität der Situation begreifen und darum kämpfen, das Abendland für die Zukunft des Friedens und Ihrer Kinder im Sinne der Neugestaltung aus den Lehren der beiden europäischen Großkriege, zu erhalten und entsprechend der Erkenntnisse und Lösungsvorgaben eines Prof. Mario Albertini wie seiner Mitstreiter neu zu entdecken und dafür kämpfen.

 

Movimento Federalista Europeo

 

Fünf Jahre nach dem Tod von Mario Albertini der Universität Mailand und Pavia, gemeinsam mit der Europäischen Föderalistischen Bewegung, die sich mit seiner Figur als Gelehrter und Aktivist der Konferenz „Mario Albertini in der Geschichte des Denkens Föderalist“, die gehalten wurde Mailand, 8. April 2002


Mario Albertini Beitrag zur Theorie des Föderalismus und der Kampf für die europäische Einheit ist ein unveräußerliches Erbe für diejenigen, die die Geschichte unserer Zeit zu verstehen, wollen und bringen ihre „Sandkorn“ für die Sache der europäischen Föderation und in perspektivischer weiter weg, als der des Weltbundes.


Albertini Mit der Theorie des Föderalismus hat ausschließlich institutionellen Ansatz (Föderalismus als Land Theorie) zu einem globalen Ansatz, übergibt, die die Würde des Föderalismus politischer Doktrin wie Liberalismus, Demokratie und Sozialismus erhoben hat.


In Anlehnung an Kant Albertini glaubte, dass der Föderalismus ein Kanon der Interpretation der Geschichte war nicht verstanden als eine Summe von Nationalgeschichten, sondern wie die Geschichte der Menschheit auf dem Weg zum dauerhaften Frieden.

 

Während der Mailänder Konferenz John Pinder, Salvatore Veca, Francesco Rossolillo, Tommaso Padoa-Schioppa, Sergio Pistone und Lucio Levi haben einige Aspekte seines Denkens und seines Kampfes für Europa abgedeckt. Mit der Veröffentlichung der Berichte in dieser Ausgabe möchte der Föderalist helfen, das geistige und moralische Erbe seines Gründers am Leben zu erhalten.

 

Editoriali
Anno XLIV, 2002, Numero 3, Pagina 163

Mario Albertini

A cinque anni dalla scomparsa di Mario Albertini le Università Studi di Milano e di Pavia, insieme al Movimento federalista europeo, hanno dedicato alla sua figura di studioso e di militante il Convegno «Mario Albertini nella storia del pensiero federalistico», che si è svolto a Milano l’8 aprile 2002.

Il contributo di Mario Albertini alla teoria del federalismo e alla lotta per l’unità europea costituiscono un patrimonio irrinunciabile per coloro che vogliono comprendere la storia del nostro tempo e portare il loro «granello di sabbia» alla causa della Federazione europea e, in una prospettiva più lontana, a quella della Federazione mondiale.

Con Albertini la teoria del federalismo è passata dall’approccio esclusivamente istituzionale (il federalismo come teoria dello Stato federale) ad un approccio globale, che ha elevato il federalismo alla dignità di dottrina politica al pari del liberalismo, della democrazia e del socialismo.

Rifacendosi a Kant Albertini riteneva che il federalismo fosse un canone di interpretazione della storia intesa non come somma di storie nazionali ma come storia dell’umanità in cammino verso la pace perpetua. A partire dal pensiero e dalle battaglie di Hamilton per creare la Federazione americana, egli ha sviluppato e approfondito gli aspetti istituzionali del federalismo, così come i problemi dell’azione politica e strategica che si pongono laddove è in atto il tentativo di creare uno Stato federale unendo Stati storicamente consolidati.

Convinto del significato rivoluzionario del federalismo come risposta ai problemi che l’umanità deve affrontare nell’attuale sovranazionale della storia, Albertini ha rielaborato il concetto di corso della storia, che la cultura occidentale aveva recepito in maniera meccanica dalla dottrina marxista, attraverso una sintesi innovativa del pensiero di Marx e di Kant. Così come ha ripercorso, rinnovandolo, il pensiero dei teorici della ragion di Stato per analizzare gli aspetti di potere della politica.

Nel corso del convegno milanese John Pinder, Salvatore Veca, Francesco Rossolillo, Tommaso Padoa-Schioppa, Sergio Pistone e Lucio Levi hanno trattato alcuni aspetti del suo pensiero e della sua lotta per l’Europa. Pubblicandone le relazioni in questo numero, Il Federalista vuole contribuire a mantenere viva l’eredità intellettuale e morale del suo fondatore.

Il Federalista

 

https://it.wikipedia.org/wiki/Movimento_Federalista_Europeo

 

IL FEDERALISTA

rivista di politica

Direttore: Giulia Rossolillo

 

Der Föderalist wurde 1959 in Mailand von Mario Albertini mit einer Gruppe von Militanten aus der Europäischen Föderalistischen Bewegung gegründet und wird derzeit auf Englisch und Italienisch veröffentlicht. Die theoretische Grundlage der Zeitschrift liegt in den Prinzipien des Föderalismus, in der Ablehnung der ausschließlichen Auffassung des Volkes und in der Hypothese, dass das supranationale Zeitalter der Menschheitsgeschichte begonnen hat. Auf der Ebene der Werte Der Föderalist beabsichtigt, zuerst der Sache des Friedens zu dienen.

 

 

Wenn wir über das Ventotene-Manifest sprechen wollen, müssen wir zunächst über seinen Autor, Altiero Spinelli, sprechen. Sogar in seinem Lebensstil, inspiriert von einer vorbildlichen Einfachheit und einem Realismus, der keine so bittere Wahrheit fürchtete, verkörperte Altiero Spinelli in perfekter Weise Max Webers Konzeption des politischen Helden. Weber, ich erinnere mich, beendet seinen Aufsatz über die Politik als ein Beruf mit diesen Wörtern: “Politik besteht in einer langsamen und zähen Überwindung von großen Schwierigkeiten, die mit der Leidenschaft und dem Erkennen gleichzeitig erreicht werden müssen. Es ist vollkommen wahr, als Die Geschichte hat immer wieder gezeigt, dass das, was möglich ist, niemals erreicht würde, wenn jemand auf der Welt nicht immer das Unmögliche zu erreichen versuche.Wer jedoch versucht, dies zu tun, muss ein Führer sein, und nicht nur das – im nüchternen Sinn des Wortes, er muss auch ein Held sein, und wer auch immer keiner ist, muss von vornherein jenes Temperament schmieden, das ihm bei Zusammenbruch aller Hoffnungen nützlich sein wird, denn sonst wird er nicht einmal in der Lage sein, das zu erfüllen. Wenig, was heute wirklich erreicht werden kann, nur der Mann, der sicher ist, dass er trotz einer zu dummen oder vulgären Welt (aus seiner Sicht) nicht versagt, zu schätzen, was er anbietet, und der immer noch aufstehen und sagen kann: “Nie Geist, lasst uns weitermachen! “, nur ein solcher Mann hat einen Vati für die Politik “.
Über den Charakter des Altiero Spinelli konnte nichts Besseres gesagt werden, und nichts konnte hinzugefügt werden. Wir sollten nur hinzufügen, dass er ein Held der Politik war, weil er, um das Wort in seinem nüchternsten Sinn zu gebrauchen, ein Held der Vernunft war.

 

Seine Statur als großer Europäer wurde in den letzten Jahren seines Lebens nicht mehr in Frage gestellt, als er öfter als einer der “Gründerväter” eines vereinten Europas bezeichnet wurde. Aber um seine Arbeit zu beurteilen, müssen wir uns noch genauer und genauer ins Detail setzen. Ich glaube, dass die Zeit, die bleibende Werte und die Bedeutung von Ereignissen auslöscht, ihn für das beurteile, was er wirklich war: einer der größten Politiker unserer Zeit, ein echter Erneuerer. Gewiß hat niemand sonst sein politisches Projekt nur auf Vernunft gegründet, wie er es tat. Obwohl er Italiener war, betrachtete Spinelli Italien nicht als eine Realität, die akzeptiert wurde, bevor er sah, ob es der Vernunft standhielt. Obwohl er nach seiner leninistischen Erfahrung in der frühen Jugend zur Demokratie konvertierte, betrachtete er die großen Ideologien unserer politischen Tradition (Liberalismus, Demokratie und Sozialismus) nicht als den ausschließlichen Rahmen für Gedanken oder als mentale Grenzen, mit denen er sein politisches Vision.


Die Herangehensweise, die er annahm, bedeutete, dass er einen fundamentalen Widerspruch sehen konnte, der politisches Handeln auslöste, wie es im Allgemeinen immer noch konzipiert wurde, immer weiter weg von der Realität. Kurz gesagt, der Widerspruch ist folgender: Trotz des zunehmend einheitlichen Charakters historischer Ereignisse, der eine zunehmend vereinte Welt schafft, ist der gesamte politische Prozess, der sowohl von der politischen Klasse als auch von Wissenschaftlern und Intellektuellen schlecht verwaltet wird, immer noch die eigene Nation, als ob das ausreichte, um die großen, dramatischen Probleme kontinentaler und globaler Proportionen zu lösen. Sogar der Frieden wird in dieser Perspektive als durch eine reine und einfache Summe der nationalen Politik erreichbar angesehen. Im Gegenteil, Spinelli hat den umgekehrten Weg eingeschlagen.

 

Als am Ende des Zweiten Weltkriegs eine Entscheidung darüber getroffen werden musste, in welche Richtung sich die Zukunft bewegen sollte, wählten die Parteien die nationale Option, die die Umstrukturierung der Nationen zu ihrem vorrangigen Ziel machte. Spinelli war praktisch allein bei der Wahl der europäischen Option und legte sein Hauptziel auf den Aufbau Europas, der nicht durch die Kanäle der auswärtigen Angelegenheiten, sondern durch einen demokratischen Kampf auf der Grundlage supranationaler und konstitutioneller Kriterien erreicht werden sollte. Er war natürlich in der Lage, den überlegenen Realismus eines Mannes zu leben, der innovativ zu sein weiß, weil er die Aufgabe des Handelns nicht an andere oder irgendeine mythische Entität delegierte. Er sah die Wirklichkeit enthüllt, weil er sich von der Selbsttäuschung befreit hatte, die in traditionellen Ideologien und nationalem Denken liegt. Er hatte den Faschismus bekämpft und war dafür im Gefängnis gewesen. Er hat mit niemandem einen Pakt geschlossen, er war bereit, alleine zu kämpfen, und er stellte seine Herausforderung auf.

 

Auf der Grundlage von Erfahrung können wir Folgendes angeben.

 

Erstens gab es keine nationale Erholung, sondern einen Versuch der Regierungen, Europa aufzubauen.

 

Zweitens ist dieser Versuch, der umständlich und unsicher ist, gerade weil er sich auf die Außenpolitik stützt, die zwischenstaatliche Methoden verwendet, d. H. Verbindungen zwischen Regierungen, die auf auswärtigen Angelegenheiten basieren, Westeuropa auf halbem Weg zwischen Einheit und Spaltung verlassen hat.

 

Drittens gelang es Spinelli mit Hilfe der von allen als utopisch empfundenen Verfassungsmethode, Europa an die Schwelle der Einheit zu bringen: eine frühe Form der Bundesregierung (1951 versuchte er mit De Gasperi, die damals errichtete europäische Armee unter demokratische Europäische politische Macht, 1984 als Mitglied des Europäischen Parlaments

 

 

 

The Ventotene Manifesto: the only road to follow
by Mario Albertini


If we wish to talk about the Ventotene Manifesto we must first of all speak about its author, Altiero Spinelli. Even in his style of life, inspired by an exemplary simplicity and a realism which feared no truth, however bitter, Altiero Spinelli incarnated, in a pefect way, Max Weber’s conception of the political hero. Weber, I may recall, concludes his essay on Politics as a profession with these words: “Politics consists in a slow and tenacious surmounting of great difficulties, which must be achieved with passion and discerning at the same time. It is perfectly true, as history has borne out time and again, that what is possible would never be achieved if someone in the world did not keep on trying to achieve the impossible. But whoever attempts to do so must be a leader, and not only that – in the sober sense of the word, he has to be a hero as well. And whoever is neither, must, from the outset forge that temper which will stand him in good stead when all hopes collapse, for otherwise he will not even be able to fulfil the little which really can be achieved today. Only the man who is sure he will not fail, despite a world too stupid or vulgar (from his point of view) to appreciate what he is offering, and who can still stand up and say ‘never mind, let’s press on!’, only such a man has a vocation for politics”.

Nothing better could be said about the character of Altiero Spinelli and nothing else could be added. We should merely add that he was a hero of politics because he was, to use the word in its most sober sense, a hero of reason. His stature as a great European was no longer questioned in the last years of his life when he was more often described as one of the “founding fathers” of a United Europe. But to judge his work we need to go into greater and more precise detail. I believe that time, which sifts out enduring values and the meaning of events, will judge him for what he really was: one of the major politicians of our time, a real innovator. Certainly no-one else has ever founded his political project purely on reason, as he did. Even though he was Italian, Spinelli did not consider Italy as a reality to be accepted before seeing whether it held up to reason. Likewise, though converted to democracy after his Leninist experience in early youth, he did not consider the great ideologies of our political tradition (liberalism, democracy, and socialism) as the exclusive framework for thought, or as mental limits with which to bound his political vision.

The approach he adopted meant he could see a fundamental contradiction pulling political action, as it was and generally still is conceived, further and further away from reality. Briefly, the contradiction is this: despite the increasingly unitary character of historical events, which is creating an increasingly united world, the entire political process, badly administered by both the political class, scientists and intellectuals, is still almost exclusively aimed at making changes within one’s own nation, as if that were enough to resolve the great, dramatic problems of continental and world proportions. Even peace, in this outlook, is thought of as achievable through a pure and simple sum of national policies. On the contrary, Spinelli took the opposite approach. When at the end of the Second World War, a decision had to be made about the direction in which to move towards the future, the parties chose the national option making the restructuring of the nations their overriding objective. Spinelli was practically alone in choosing the European option and made his prime objective the construction of Europe, to be achieved, not through the channels of foreign affairs, but by a democratic struggle based on supranational and constitutional criteria. He was naturally capable of the superior realism of a man who knows how to innovate, because he did not delegate the task of action to others or some mythical entity. He saw reality unveiled because he had freed himself from the self-deception which resides in traditional ideologies and national thinking. He had fought fascism and had been in prison for it. He did not make a pact with anyone, he was ready to fight alone, and he laid down his challenge. On the basis of experience, we can state the following. First, there has been no national recovery, but instead an attempt by governments to build Europe. Secondly, this attempt which is awkward and uncertain, precisely because it relies on foreign policy using intergovernmental method i.e. ties between governments based on foreign affairs, has left Western Europe half-way between unity and division. Thirdly, Spinelli using the constitutional method, which everyone considered utopian twice succeeded in bringing Europe to the threshold of unity: an early form of federal government (in 1951, with De Gasperi he tried to put the European army, then being constructed, under democratic European political power; in 1984, as a member of the European Parliament he tried again with the draft Treaty for European Union). But that was not all. By giving life to a political struggle based no longer on established (national) powers or designed to manage and strengthen these powers, but based instead only on reason and designed to create supranational powers, Spinelli started a decisive political experiment.

What Spinelli thought up then is, in fact, the only way to extend democratic control from the national sphere to the international sphere, still dominated by raison d’]tat and thus by the reason of weapons which for as long as they exist will always be an alternative to democracy. It is, therefore, the only road that can be followed to entrust the political task to reason, and raise political expertise to the level of scientific and technical expertise, as the world situation demands. It is, in fact, the only way to resolve the dramatic problems of our time, and put mankind on the road to real civilization: organized peace with a world government and equality among all peoples, according to the everlasting teachings of Kant. What matters, then, is to know that this road cannot be followed without, as Spinelli did with the Ventotene Manifesto, refuting national borders as the boundaries of political struggle, beyond which there is as yet no active political thought nor development of political will.

The facts have made it possible to ascertain that the transcending national boundaries is a possible choice. Many federalists, after Spinelli, have made this choice. I would like to demonstrate through my personal recollections, that this choice really does lie within everybody’s reach when they engage themselves in politics, provided they do not neglect the reason lying in mankind. These are my recollections. I met Spinelli in 1953. I had been a member of the European Federalist Movement ever since I learned of its existence (in 1945), but I considered it an organization which was more cultural than political. In the first instance, political struggle means participating in the fight for power in one’s own nation, and, despite hating Italy, this is what I did as a left-wing liberal. But I was forced to abandon, one by one, all the positions on which I had settled because every time I was forced to accept that they were completely useless. In this way, I found myself first outside the Italian Liberal party, which was not able to opt for the Republic in the referendum on Italy’s constitution, and then outside all preconstituted patterns of party politics in an attempt to achieve unification of the democratic left and the complete democratization of Italy’s Communist Party. In other words, I was struggling for an Italy in which there was an alternative to government in the full sense of the term, and in which people no longer voted – as they almost all did at the time – for either Russia or America. This was the Italy with which I thought it would be possible to construct Europe, in which I fully recognized myself.

But this prospect did not make any progress. So I began to realize that there was a structural defect in this design, shared at the time by many anti-Fascists in Italy and which came up time and again. It was not possible, to democratize Italy fully, to tackle organizational aspects (the transformation and unification of left-wing parties). What was necessary was to strive for a great political design, one which would provoke a profound change in ideas and positions, and which would also, as a result, bring about precisely the much-needed renewal of parties. But then I realized that the great design that Italy needed was European unification. Europe as a starting point, and not, as it is usually seen as a point of arrival for renewal. But an extremely difficult problem arose with this reversal of the priorities, namely a political struggle not designed to obtain national power, but the creation of European power. No-one had apparently thought of this, though in actual fact one person had: Spinelli. And he had given a following to his thinking, the European Federalist Movement, which suddenly seemed to me to be the only political organization with a strategic value. I wrote to him, I went to see him, I began my action in the European Federalist Movement, and I still wonder to this day what I would have done if he had not introduced this new approach into historical reality. This is the fact that should be stressed when we wish to establish the meaning of his work. He was able to create a new type of political behaviour and demonstrated its feasibility: for this reason he can be followed. In this respect, we need to bear in mind that he managed to reach this point because his thinking was up to the task. What this thinking was he tells us himself in an autobiographical passage which relates to the years of internment in Ventotene: “When asked by Rossi who as a Professor of Economics had been authorized to correspond with him a long time before, Einaudi sent him two or three little books on English federalist literature which flourished at the end of the thrities thanks to Lord Lothian’s efforts. Apart from Lionel Robbins’ book The Economic Causes of War, which I translated and which was published by Einaudi, the publishers. I do not remember either the titles or the authors of the other books. But their analysis of the political and economic perversion to which nationalism leads, and their reasoned presentation of the federalist alternative, have remained in my mind to this very day as a revelation. Since I was looking for clarity and precision in my thinking, my attention was not attracted by the hazy and contorted ideological federalism of Proudhon and Mazzini, but by the clean and precise thinking of these British federalists, in whose writings I found a rather good method for analyzing the situation into which Europe was falling, and to draw up alternative prospects”. This is what has to be done and that all can do, now that Spinelli has opened up the road. Everybody can learn about this thinking, and adopt it as their own criterion for historical knowledge and political action. And with this thinking to guide them everybody can adopt the position described in the Ventotene Manifesto with these words: “The dividing line between progressive and reactionary parties no longer coincides with the formal line of more or less democracy, or the pursuit of more or less socialism, but the division falls along a very new and substantial line: those who conceive the essential purpose and goal of the struggle as being the ancient one, the conquest of national political power and those who see the main purpose as the creation of a solid international State”. This is the road for Europe. This is the road for peace.

Mario Albertini

http://www.eurit.it/Eurplace/diba/cultura/intralbe.html

About space archaeology

Wo finde ich „weltraumarchaeologie – space archaeology“ ? https://www.weltraumarchaeologie.de/Home.htm http://weltraumarchaeologie.de.tl/ = https://www.weltraumarchaeologie.de/ https://weltraumarchaeologie.wordpress.com/ space archaeology and books Hier finden Sie meine Forschungsarbeiten und Bücher zur Zivilisationsgeschichte Home Contact
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