Weiterleitungserlaubnis erteilt …….

https://rt-koenigsberg.de.tl/Pol-.–Telegramm-von-N-.–v-.–H-.-.htm
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POLITISCHES TELEGRAMM

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Österreich im Fadenkreuz seiner Gegner

1. Österreich ist durch die gemeinsame Sprache von Deutschland getrennt
Diesen satirischen Satz erfand nicht Karl Kraus, wie viele meinen, sondern Karl
Farkas, aber er bringt die Sache auf den Punkt.

2. Während bei den Europawahlen die CDU und die SPD kräftig verloren, legte
die türkise ÖVP unter Sebastian Kurz stark zu, blieb die SPÖ in etwa gleich,
erreichten die Grünen fast das Ergebnis von den letzten Europawahlen
(allerdings wurden die Grünen inzwischen aus dem österreichischen Parlament
eliminiert, sodass das Ergebnis bei der Europawahl durchaus beachtlich ist!) und
verlor die FPÖ nur etwa 2,5 Prozent, was in Anbetracht der Folgen des
bekannten Videos die Stabilität der Partei bewies.
Darüber hinaus kam HC Strache, der nur rein routinemäßig auf Platz 42 der
Kandidatenliste gereiht war, mit Vorzugsstimmen im Ausmaß von 40.000 bis
50.000 direkt ins Europaparlament. Es ist nicht klar, ob er das Mandat annehmen
wird. Es dürfte ihm bedeutet werden, dass dies der Partei im derzeitigen Zustand
eher schaden als nützen würde.

3. Die Regierungskrise wurde vom Bundespräsidenten erstaunlich gut
gemanagt.
Kanzlerin wird die Präsidentin des Verfassungsgerichtshofes Brigitte Bierlein,
die als konservativ‐liberal mit guten Kontakten zur ÖVP und zur FPÖ gilt. Sie
wird ein Expertenkabinett leiten.
Die Bundesverfassung sieht diese Möglichkeiten vor, sodass die technische und
politische Stabilität in der politisch uninteressanten Sommerphase bis zur
nächsten Wahl gegeben ist.
Sollte Kurz dann wieder Kanzler werden, sind auch die Reformprojekte nicht
wesentlich gefährdet. Projekte im übrigen, die ohnedies erst gegen Ende des
Jahres 2019 bzw. 2020 realisiert hätten werden können.

4. Wie ein Krimi lesen sich allerdings die Vorgänge, die dazu geführt haben, dass die
ÖVP/FPÖ Regierung platzte.

5. Dazu folgende interessante Details:
Nach dem Bekanntwerden des Videos und des Rücktritts HC Straches, besprach
Kurz mit dem verbindlichen staatsmännischen neuen designierten Obmann
der FPÖ, dem früheren Infrastrukturminister Ing. Norbert Hofer, die
Fortsetzung der Regierung und jeder wartete auf die endgültige Fixierung,
nachdem zwischen Kurz und Hofer Einigkeit erzielt worden war.
Diese Regierung, unter anderen personellen Vorzeichen, hätte ohne
Probleme weiterarbeiten können.

6. Auf die Mitteilung der künftigen türkis/blauen Regierung wartete man aber
umsonst. Stunden vergingen, dann meldete sich Kurz und fügte als weitere
Bedingung (nach dem Rücktritt von Strache) die Forderung hinzu, dass der
Innenminister Herbert Kickl ebenfalls gehen müsse. Ein Innenminister, der wie
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kein anderer für die Sicherheit des Landes sorgte.
Kurz musste klar sein, dass Hofer darauf nicht eingehen konnte, da, zum
Unterschied von anderen Parteien, in der FPÖ weitgehend das Prinzip „einer für
alle, alle für einen“ gilt.
Kurz musste gewusst haben, dass die Forderung nach Kickls Kopf den Rückzug
aller freiheitlichen Minister bedeuten könne. Er musste gewusst haben, dass
damit die Stabilität der Regierung gebrochen war und dass seitens des
Parlamentes eine mehr oder minder schwarze Alleinregierung niemals akzeptiert
werden würde, was auch letztendlich der erfolgreiche Misstrauensantrag, der
von der winzigen Liste Pilz eingebracht wurde und dem sich die Sozialisten und
begreiflicherweise auch die Freiheitlichen anschlossen, bestätigte.
Somit war das Kabinett Kurz I Geschichte.

7. Interessant ist aber, was in der Zeit zwischen der Vereinbarung mit Norbert
Hofer, die Regierung ungestört weiterzuführen und der Forderung nach dem
Kopf Kickls geschehen ist:
Der meist sehr gut informierte Privatsender Ö24 der Familie Fellner brachte
Aufklärung: eine einschlägig bekannte Wiener Rechtsanwaltskanzlei hatte mit
glaublich drei Detektiven oder Sicherheitsleuten, die eine gemeinsame Firma
hatten, welche finanziell wackelte, vereinbart, ein Video zu drehen, das Strache
und Gudenus kompromittieren würde.
Sorgsam wurden die Vorbereitungen – auf Einzelheiten darf verzichtet werden –
getätigt und das Video hergestellt. Das war alles 2017, also lange vor der
türkis/freiheitlichen Regierung.
Von großem Interesse ist aber, dass, wie bei Ö24 ein Detektiv, der sich akribisch
der Angelegenheit angenommen hatte, herausfand, zur technischen Herstellung
des Videos mit mehreren Geheimdiensten, auch internationalen, vor allem auch
deutschen, die mit dem österreichischen Innenministerium zusammenarbeiteten,
Kontakt aufgenommen wurde, um das Video rein technisch perfekt zu gestalten.
Da zum Zeitpunkt der Herstellung des Videos nicht der amtierende
freiheitliche Innenminister Herbert Kickl, sondern ein Innenminister der
ÖVP im Amt war, bekam die Sache besondere Brisanz.
Es ist durchaus möglich, dass Kurz davon nichts wusste und erst in den vier oder
fünf Stunden zwischen Vereinbarung der neuen Koalition und der Forderung
nach Kickls Kopf die gesamte Tragweite der Vorgänge begriff.
Das Problem war nicht, dass Kickl nicht hätte ordentlich ermitteln können, wie
dies als Grund für seine Entlassung vorgeschoben wurde, sondern vielmehr dass
Kickl, der als äußerst akribischer und sachkundiger Arbeiter bekannt ist, die
Verbindung zu seinem Vorgänger als ÖVP Innenminister, sofern er sie nicht
ohnedies schon wusste, aufdecken hätte müssen.
Dies hätte Kurz nicht riskieren können, weshalb er die ganze Regierung
platzen ließ.

8. Insgesamt scheint aber die Karriere von Sebastian Kurz keineswegs beendet,
sondern nur kurz unterbrochen zu sein, denn:
‐ Kurz errang einen fulminanten Wahlsieg bei der Europawahl.
‐ Die Sozialisten, als wesentlicher Motor des Misstrauensvotums, sind bei der
Bevölkerung abgeschrieben, während
‐ die Mitwirkung der FPÖ beim Misstrauensvotum von vielen verstanden wird,
da, wie Kickl sinngemäß ausführte, man nicht jemanden das Vertrauen
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aussprechen könne, der einem selbst das Misstrauen zur Kenntnis brachte.
‐ Sollte Kurz demnach bei den nächsten Wahlen stark gewinnen, hätte er vor
allem mit den NEOS, die etwa der FDP entsprechen, einen Partner, da diese sich
selbst ins Gespräch brachten, indem sie das Misstrauensvotum nicht
unterstützten.
‐ Weiter hätte Kurz sicherlich auch die Möglichkeit wieder mit der FPÖ zu
koalieren, da in einem halben Jahr viel passieren kann.

9. Viele meinen, dass die Entscheidung von Kurz mit der FPÖ nicht weiter zu
regieren, trotz der möglichen Unbillen, die bei Nachforschungen betreffend
des Videos entstehen könnten, falsch war.
Viele meinen, dass es besonders deshalb falsch war, weil jetzt, wenn in der
EU die Weichen neu gestellt werden, gerade Bundeskanzler Kurz, der in
Europa ein viel größeres Standing als Österreich als solches hat, nun nicht
mehr agieren kann.
Wie immer man das sieht, erst nach den nächsten Wahlen Mitte September
wird das Land wieder wirklich handlungsfähig sein, wobei mit Sicherheit
prognostiziert werden darf, dass es zu keiner linksgrünen Regierung
kommen wird.
Alles in allem also Aussichten, die für Wertkonservative vor allem dann erträglich
sind, wenn es wieder zu einer schwarzblauen
Koalition kommen sollte.

10. „Ibiza ist überall“ titelte Roger Köppel, Herausgeber der seriösen konservativliberalen
Schweizer „Die Weltwoche“.
Und weiter: „Was Österreichs gestürzter Vizekanzler Strache im Suff
daherschwafelt, wird überall in der Politik längst praktiziert. Meinen wir ja nicht,
hierzulande sei es besser. Die Schweiz kann sich nicht sittenrein und tugendsam
über den österreichischen Filz erheben. Politik ist die Fortsetzung des Krieges
mit subtileren Mitteln und alle Politiker sind vogelfrei. Das ist die Wirklichkeit.
Das heimliche StracheVideo
ist das seit langem spektakulärste Beispiel
eines politischen Auftragmords. Mit illegalen KGB‐, Gestapo‐ und
Mafiamethoden wurde ein Politiker gefällt. Die einzige Straftat, die bis jetzt
begangen wurde, ist dieses Video. Was die Strache‐Killer mit dem Politiker
machten – heimliches Filmen und Abhören mit Lockvogel ‐, wäre im Schweizer
Geheimdienst sogar bei akutverdächtigen Islam‐Terroristen nicht erlaubt.“

11. Ein anderer schweizerischer Nachrichtendienst schreibt: „Insgesamt ist diese
Aktion somit als veritabler Coup gegen eine Moskaufreundliche
und EUkritische
Regierungspartei eine Warnung an andere Regierungen. Dieser
Aspekt wird von den transatlantischen Medien, die daran beteiligt waren,
allerdings kaum beleuchtet werden.“

12. Dass auch die deutsche Politik und die deutschen Medien einen veritablen Anteil
– abgesehen vom schmutzigen Geschäft als solches, auf das hier nicht
eingegangen werden soll – haben, sollte nicht vergessen werden.
Herr Hitler hat es sich einfacher gemacht: 1938 marschierte er einfach in
Österreich ein!

Dr. Norbert van Handel Steinerkirchen a.d. Traun, 31.05.2019
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Aus Datenschutzgründen bitte ich mir mitzuteilen, wenn die politischen Telegramme nicht mehr
gewünscht werden. Die Adressaten werden dann unmittelbar aus dem Verteiler gelöscht werden.
Das politische Telegramm kann veröffentlicht werden.

About space archaeology

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