Weiterleitungserlaubnis erteilt ……

https://www.int-wiener-hofburg-residenz.com/Kritische-Anmerkungen.htm
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Adolf Hitlers Antisemitismus – Herkunft, Ursache und Wirkung

  1. 02. 2020

Dieser recht gut geführte Artukel zur Einbindung des jungen Hitlers und wie er sich dem Antisemitismus ergab, ist hier recht neutral wie richtig dargestellt. Einzig, wir von RT-KOENIGSBERG; vermissen den unbedingten Hinweis, diese Judenablehnung der Zeit war kein spezifisches Österreichproblem, DR-Problem noch AH-Problem, es war ein Ereignis der Zeit aus vielerlei Gründen, das sich so gut wie über ganz Europa hinstreckte. Besonders schwer wogen da die UDSSR und der jungen jüdisch-intellektuellen Führerschaft der KPDSU, wie schon davor in Polen, Frankreich und GB.

Die Fokusierung auf das DR geschah erst in den 30er Jahren, als GB die Pläne, die europäischen Juden in Madagaska anzusiedeln, aufgab wie sich hier dann wieder eine neue Allianz zwischen den Zionisten, den USA wie GB entwickelte, die das Judenproblem dann auf das DR und AH abwälzten. Wobei die Juden und der zweite WK dann für die europäischen Juden seitens der angelsächsischen Kriegspartner, keine Bedeutung hatte.

Wie sich bei Hitler schon früh der Antisemitismus zeigte – Ausstellung mit neuen Erkenntnissen

© Foto : Daniel Hinterramskogler

Kultur

11:08 27.02.2020Z

Von Beata Arnold

Ab wann hat sich der Judenhass bei Hitler gezeigt? Hitler soll bereits als junger Mann in Wien einem sogenannten „Bund der Antisemiten“ beigetreten sein. Dieser Verein sei bisher als für nicht existent gehalten worden. Doch nun könne gezeigt werden, dass es den tatsächlich gab, so Kurator und Autor Christian Rapp gegenüber Sputnik.

Die Grundlagen zu Hitlers „Vernichtungsantisemitismus“ erwirbt der angehende Diktator bereits in jungen Jahren – nicht erst in Deutschland. Und zwar nicht aus einer, sondern aus vielen verschiedenen Quellen.

Die antisemitische Prägung des angehenden Diktators

„Hitler war bereits vor dem ersten Weltkrieg wesentlich aktiver und interessierter gewesen, als bisher angenommen: Hitler ist 1908 einem sogenannten „Antisemiten-Bund“ beigetreten“, berichtet Christian Rapp. „Dieser Bund ist bisher als für nicht existent gehalten worden.“ Man könne nun in der neuen Ausstellung im niederösterreichischen St. Pölten zeigen, dass es den Bund tatsächlich gab, so Kulturwissenschaftler Rapp, der die Schau zusammengestellt hat. Der Kurator zeigt, wo und wie Hitler schon frühzeitig in seinem Antisemitismus geprägt worden sei:

„Schon in Linz in Oberösterreich – durch die Lehre, seinen Umgang, zum Teil auch durch sein Elternhaus und dann in Wien durch den als Antisemiten gewählten Bürgermeister Carl Lueger, der dem jungen Hitler ein „ganz großes Vorbild“ sein wird…und ein anderer ganz wichtiger Impulsgeber ist Georg von Schönerer, ein Politiker der sogenannten „Alldeutschen“, einer besonders radikalen Gruppe: antitschechisch, antislawisch und antisemitisch“, erzählt Rapp.

„Politiker und politische Menschen haben Hitler geprägt.“

Beitritt zu einem Judenhasser-Bund

Hitlers Freund August Kubizek, seines Zeichens Musiker, erinnerte sich, dass ihn der angehende Diktator eines Tages mit folgender Aussage überraschte: „Du, ich bin heute dem Antisemitenbund als Mitglied beigetreten. Dich habe ich auch gleich angemeldet. Das war im Jahre 1908, der Führer war damals 19 Jahre alt.“ Kubizek erwähne diese Episode in beiden Fassungen seiner Erinnerungen und habe sie für besonders wichtig gehalten, heißt es im flankierend zur Ausstellung erscheinenden Buch.

Doch dessen Schilderung hat ein Problem: Eine Vereinigung dieses Namens gab es in Österreich erst seit dem Jahr 1919. Dieser Umstand habe Historiker bisher dazu veranlasst, in der behaupteten Mitgliedschaft ein „Ablenkungsmanöver“ von Kubizek zu sehen, das ihn etwa selbst entlasten sollte. Doch sollte man sich nicht zu sehr am Wortlaut festklammern, unterstreicht Autor Rapp: Kubizek sei bei politischen Fragen weniger präzise als bei Musik- und Kunstthemen.

Es existierte durchaus zu jener Zeit ein „Bund der Antisemiten“ in Wien, den Kubizek gemeint haben könne und der gut zum politischen Profil Hitlers jener Zeit passte, weil er eine Verbindung zwischen dem Ideengut des österreichischen Politikers Schönerer und der Politik des weniger dogmatischen Pragmatikers Lueger darstellen würde. Die Entwicklung dieses Bundes erlaubt Einblicke in die besonderen Beziehungen zwischen christlich-sozialen und deutschnationalen Antisemiten.

Durch Zeitungsrecherchen habe man gut nachvollziehen können, wer hinter dem bisher unbekannten Bund steckte – was die Komponenten und wer die Akteure waren. Eine Mitgliedskarte Hitlers habe man jedoch nicht, so Rapp, auch ein Mitgliedsverzeichnis von diesem Verein gäbe es nicht. Die Indizien seien allerdings wesentlich stärker geworden: „Wir glauben überhaupt nicht, dass Hitler erst in München zum radikalen Antisemiten geworden ist“. Auch der Umstand, dass Hitler in Wien jüdische Geschäftspartner gehabt habe, schlösse es mitnichten aus.

Aus dem Bund sollte eine antisemitische Partei geformt werden, doch konkrete Vernichtungspläne habe es nicht gegeben.

Hitler als ein „Kind seiner Zeit“

In der von Rapp kuratierten Ausstellung gibt es in Kontext zu Hitlers Biographie gesetzt eine Übersicht der großen gesellschaftspolitischen Strömungen der Jahre 1889 bis 1914: Woher kamen Militarismus, Rassenhass und Antisemitismus? Wie weit waren sie in der Gesellschaft bereits verankert, ehe der Erste Weltkrieg ausbrach?

Zu sehen ist zum Beispiel eine Sammlung schon sehr frühzeitiger „gruseligster Aussagen“ antisemitischer Natur und wann diese zum ersten Mal formuliert wurden: Vorschläge etwa, ein nach Mongolensitte ausgeschriebenes „Schussgeld“ explizit für Juden einzuführen oder zu deren Vernichtung mit einem Insektenvertilgungsmittel in der Verlautbarung eines Abgeordneten um 1900.

„Für uns ist Hitler der Schlüssel in dieser Epoche, insbesondere als man heute dazu neigt, die Zeit vor 1914 ein bisschen zu verklären – als Belle Epoque, als Wiener Moderne mit großartigen Figuren wie Klimt, Freud und Schnitzler, in Wirklichkeit gab es in derselben Zeit auch sehr „düstere Zeitgenossen“ die man heute überhaupt nicht mehr kennt“, so Kurator Rapp.

In diesem Klima bewegt sich der junge Hitler – so gesehen sei Hitler ein Kind seiner Zeit gewesen, analysiert der Kulturwissenschaftler: Jedermann hätte damals in seiner politischen Orientierung ein Rassist und Antisemit wie Hitler werden können.

Ein „obskurer Versager“ und Katalysatoren der antisemitischen Gesinnung

Der Unterschied sei nur, dass die Person und der Charakter Hitlers von einer „besonderen Eigenart“ mit einem obszessiven Willen gewesen sei. Indikator sei, dass der junge Hitler sich schon damals befähigt sah, wie Richard Wagner komponieren zu können. Die Ausstellung zeige den jungen Hitler als einen „obskuren Versager“.

© Foto : VG Bild-Kunst, Bonn 2020/GFLP, vertreten durch Lilian Grosz

Hitler in der Hölle – Deutsches Historisches Museum zeigt Exilgemälde von George Grosz

Als Katalysator zu Hitlers Visionen hätten dann der Erste Weltkrieg und die Folgezeit gedient, in der „solche Figuren mit ihrem Wahn, unheimlicher Sturheit, ihrer Radikalität und ihrem Hass auf einmal auch von der Gesellschaft beklatscht und bejubelt werden“. Doch die Extreme waren bereits früher gesellschaftlich angelegt.

Die Ausstellung „Der junge Hitler – Prägende Jahre 1889-1914“ ist vom 29.Februar bis zum 9.August im Museum Niederösterreich zu sehen, verortet zwischen Oberösterreich und Wien – in St. Pölten.

Das Buch „Hitler – Prägende Jahre – Kindheit und Jugend 1889-1914“ erschienen im Residenzverlag, 224 Seiten, 24 Euro: Familie, Kindheit und Jugend wird im sozialen und kulturellen Kontext dargestellt, von seiner Zeit in Braunau bis zu den Erfahrungen in Wien.

https://de.sputniknews.com/kultur/20200227326515442-hitler-antisemitismus-ausstellung

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